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Was ist Linoleum?

Woraus besteht Linoleum eigentlich? Anders als der eher simpel anmutende Aufbau von Laminatböden, die "nur" aus einigen verklebten Schichten bestehen, ist die Herstellung von Linoleum ungleich aufwendiger. Allein die Rohstoffe, aus denen Linoleum besteht: oxidiertes Leinöl, Naturharze, Kork- und/oder Holzmehl, Kalksteinpulver, Titan(IV)-oxid (wird als Weißpigment verwendet), Farbstoffe und als Trägerschicht festes Jutegewebe werden für die Linoleumbahnen verarbeitet. In mehreren langen und aufwendigen Arbeitsgängen werden diese organischen und anorganischen Stoffe in einer Bahn Linoleum vereint: Zuerst werden die organischen Harze und das Leinöl in erhitzten Trommeln (unter Zusatz von gemahlenen Linoxid-Abfällen, um die Reifung zu beschleunigen) zu sogenanntem Linoleumzement vermischt, der später etwa 40% der Gesamtmasse einer Platte ausmacht. Dieser Zement ist einfacher weiterzuverarbeiten und kann auch gelagert werden.

Lino Pearl Azur

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Schließlich werden die Füllstoffe hinzugegeben: In den dünn ausgewalzten Linoleumzement wird das Kork- oder Holzmehl, das Kalksteinpulver und die Pigmente in einem langen Vorgang hinein geknetet, um optimale Homogenität zu gewährleisten. Danach wird die Masse wieder zu Bahnen und gleichzeitig auf das Trägermaterial (meist Jute) gewalzt und für zwei bis vier Wochen einer Wärmebehandlung unterzogen, um es kontrolliert Reifen zu lassen, bis es die gewünschten Eigenschaften hat.

Das so hergestellte Linoleum hat nicht nur fabelhafte Eigenschaften als Bodenbelag, sondern ist auch vollständig biologisch abbaubar - Linoleum ist tatsächlich kompostierbar!