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Die Erfindung von Linoleum

Tilo Amoroso

Tilo Amoroso

Linoleum wurde 1860 von dem englischen Chemiker Frederick Walton erfunden, als dieser bemerkte, dass offen stehendes Leinöl mit dem Sauerstoff der Luft reagierte und eine gummiartige Schicht bildet. Er lies dieses oxidierte Linoleum als "Linoxin" patentieren. Schon bald wurde Linoleum wegen seiner hervorragenden Eigenschaften zum beliebtesten Fußbodenbelag, dem man schon bald jeden denkbaren weiteren Verwendungszweck zutraute, zum Beispiel als Wandverkleidung, Holz- und Marmorersatz oder sogar als Schleifrad! Neben Waltons eigenem Unternehmen produzierten schließlich mehrere Firmen Linoleum, auch Konkurrenzprodukte kamen auf den Markt, konnten sich aber ob ihrer schlechteren Nutzungseigenschaften nicht gegen Linoleum durchsetzen.

Schon bald begann der weltweite Siegeszug des neuen, elastischen Bodens aus England, der mittlerweile schon in industriellem Ausmaß hergestellt werden konnte. Für fast ein ganzes Jahrhundert sollte Linoleum das marktbeherrschende Produkt sein.

Linoleum

In den 60er Jahren schließlich brach der Markt für Linoleum mit der Erfindung des PVC ein, und nur wenige Herstellerfirmen überlebten. Nach einer längeren "Durststrecke" wird nun aber auch Linoleum wieder beliebter, da seine Vorteile weiterhin bestehen und PVC bei weitem nicht nach jedermanns Geschmack ist.

Linoleum ist nach wie vor die erste Wahl, wenn ein widerstandsfähiger, leicht zu reinigender und zudem elastischer Bodenbelag gesucht wird, der auch noch ein paar besondere Vorzüge bietet (lesen Sie dazu " Die Vorteile von Linoleum").